Samstag, 31. Juli 2010

Neue Kita in Löbtau feiert Richtfest

Von Felicitas und Petra Fischer

Am Freitag den 30. Juli 2010 sangen im Stadtteil Löbtau Kinder in einer Einfahrt an der Clara-Zetkin-Straße. In ihren Liedern beschrieben sie den Wunsch nach einem sonnigen, sicheren Platz, wo sie spielen und groß werden können.

Da waren nicht nur die anwesenden Familien und Stadtteilbewohner gerührt, sondern auch der Dresdner Sozialbürgermeister Martin Seidel. Er kam zum Richtfest der neuen Kita am Badweg in Löbtau-Süd. Sie besteht aus einem Neubau und dem denkmalgeschützen Gebäude des ehemaligen Volksbades.







Beide Teile wurden zu einem ganzen zusammengefügt und sollen ab kommendem Jahr Kindergarten- und Krippenkindern viel Platz zum austoben und entdecken bieten. Eine weitere Besonderheit besteht in der gemeinschaftlichen Arbeit mit dem Theater der Jungen Generation. Dadurch sollen die Kinder frühzeitig an das Theater herangeführt werden.




Freitag, 9. Juli 2010

Jubiläum zum Nachdenken

Der Landesvorstand Sachsen der Partei Die Linke, beschloss auf seiner Sitzung am 25. Juni 2010 die Durchführung einer Veranstaltung mit dem Titel:

3 Jahre DIE LINKE, 5 Jahre WASG, 10 Jahre Linksjugend Sachsen, 20 Jahre
PDS – Welche Perspektiven und Möglichkeiten hat linke Politik

Die Veranstaltung, inclusive Hoffest und Grillen, soll im August stattfinden um die Jahrestage würdig zu begehen.

Als ehemaliges Mitglied der WASG stellte sich für mich natürlich sofort die Frage, welche WASGler dazu eingeladen werden. Die Antwort bekam ich recht schnell von Landesvorstandsmitglied Martina Dietze (vormals WASG). Eingeladen werden nur die WASGler, die jetzt noch dabei sind. Also Mitglieder der Partei Die Linke, also ich nicht.

Anlass zu einem kleinen Rückblick in Bildern.

Nach der Gründung des Vereins „Wahlalternative Arbeit & Soziale Gerechtigkeit“ im Juli 2004, in dem sich die „Initiative Arbeit & Soziale Gerechtigkeit“ und die "Wahlalternative 2006“ zusammenschlossen, konstituierte sich im Januar 2005 die Partei WASG.






Der 1. Bundesparteitag fand im Mai 2005 in der Dortmunder Westfalenhalle statt. Ebenfalls in Dortmund tagten im März 2007 parallel die Bundesparteitage der WASG und der Linkspartei.PDS.

Zwischen diesen Parteitagen lag die Bundestagswahl 2005 und ein langer komplizierter Weg, der in Sachsen z.B. so aussah.


Antrag, beschlossen auf dem 1. Landesparteitag der WASG Sachsen am 18. Juni 2005 in Dresden.


Diese Beschlusslage gefiel nicht jedem. Einzelne Mitglieder der WASG Dresden entwarfen deshalb einen Antrag an den Sonderparteitag der WASG am 3. Juli 2005 in Kassel, der ihnen trotz der sächsischen Beschlusslage erlauben sollte, Gespräche mit PDSlern auch bzgl. der bevorstehenden Bundestagswahl zu führen. Das Problem dabei, sie konnten diesen Antrag nicht selbst stellen. Innerhalb von nur 7 Tagen fanden sie Unterstützer außerhalb Sachsens, die den Grundgedanken in einem eigenen Antrag einarbeiteten.






Die PDS wird zur Linkspartei.PDS, auf deren Listen WASGler und Parteilose kandidieren und erreicht 2005 bei der Bundestagswahl 8,7 %.

Nach einer Urabstimmung im Mai 2007...





kommt es zur Verschmelzung und der Gründung der Partei Die Linke am 16. Juni 2007 in Berlin und die sächsische WASG stellt ihren Betrieb ein.


Zündstoff gibt es auch weiterhin reichlich.









Die letzten geretteten Utensilien im WASG-Traditionskabinett und vertrocknete Luftballons, sind hoffentlich nicht alles was bleibt.

Ob man zur Jubiläumsveranstaltung auch darüber nachdenkt warum es so gekommen ist, wie es gekommen ist? Warum so viele WASGler der Linken wieder den Rücken gekehrt haben? Warum man so leicht auf so viele verzichtet hat? Und nicht nur dort?




Montag, 21. Juni 2010

Wer profitiert von "moderner" Solarstromförderung?

Eine polit-ökonomische Provokation

von Sophia Sinner

"Kapital", sagt der Quarterly Reviewer, "flieht Tumult und Streit und ist ängstlicher Natur. Das ist sehr wahr, aber doch nicht die ganze Wahrheit. Das Kapital hat einen horror vor Abwesenheit von Profit oder sehr kleinem Profit, wie die Natur vor der Leere. Mit entsprechendem Profit wird Kapital kühn. Zehn Prozent sicher, und man kann es überall anwenden; 20 Prozent, es wird lebhaft; 50 Prozent, positiv waghalsig; für 100 Prozent stampft es alle menschlichen Gesetze unter seinen Fuß; 300 Prozent, und es existiert kein Verbrechen, das es nicht riskiert, selbst auf Gefahr des Galgens. Wenn Tumult und Streit Profit bringen, wird es sie beide encouragieren. Beweis: Schmuggel und Sklavenhandel." - P. J. Dunning, zitiert in Das Kapital, Band I, S. 801, Dietz-Verlag Berlin, 1961


Der Besucher diverser Messen zum Thema "Haus und Garten" oder "Bauen und Wohnen" trifft auf seinem Rundgang nicht nur auf Anbieter von Dachziegeln, Installationstechnik oder Blumenzwiebeln, sondern auch auf Stände, die ihn über angrenzende Themen informieren. Es ist legitim, daß man auf einer Bau-Messe auch Bau-Sparverträge vorgestellt bekommt. So kann man seinen geplanten Bau vielleicht noch besser finanzieren. Interessant ist, daß an einigen Ständen, wo großflächige Solarzellen werbewirksam ausgestellt sind, keineswegs Solarzellen gekauft oder bestellt werden können - sondern ordentliche Renditen angeboten werden. Es sind praktisch Bankengeschäfte, die dort unter den Solardächern angebahnt werden. Denn: "Wer ein Solardach errichtet - nützt der Umwelt - und sich selbst." Wer aber lediglich das Geld dazu hergibt - also sein Kapital investiert, der macht richtig Profit. Zwischen 180 und 300 Prozent in 20 Jahren, bis zu 15% p.a. also.


Mittwoch, 9. Juni 2010

Sommertheater auf dem "Hirsch"

"Komödie im Park" mit hochkarätigem Programm auf dem Konzertplatz 

von Reinhard Heinrich 
Der Dresdner Konzert- und Theatersommer hat wieder eine Facette mehr. Auf dem "Konzertplatz Weißer Hirsch",  am Rand der Dresdner Heide direkt hinter dem Parkhotel gelegen, wird es ein abwechslungsreiches Progamm geben.

Von "Ostrock exclusiv" (City)  über "20 Jahre deutliche Einheit" (Uwe Steimle) bis hin zum Stück "Restlos Ausverkauft!" (wahnsinnige Komödie für 1 Schaupieler in 44 Rollen - Christian Kühn) - an jede Sparte, an jeden Geschmack ist gedacht.
Und natürlich werden wir auch Olaf Böhme sehen, eine Sommernacht des Musicals und den 7. Boogie Woogie-Sommer . Ja selbst das 70jährige Dresdner Akkordeonorchester und Die Bierhähne vom Radeberger Biertheater freuen sich auf ihr spezielles Open-Air-Publikum.

Die  gastronomische Betreuung obliegt Stefan Hermann von  "bean&beluga" (ebenfalls "Weißer Hirsch"), der  weder Mühe noch Kosten gescheut hat, den Platz wieder so in Schuß zu bringen, wie er sich dem Publikum jetzt darbietet. Das hätte der durchaus verdienstvolle örtliche Verschönerungsverein denn doch nicht allein gestemmt.


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