Donnerstag, 2. September 2010

Spendenaufruf

Mehr Sicherheit für den Neuen Jüdischen Friedhof
Der Freundeskreis Dresdner Synagoge e.V. bittet um Spenden für die Erneuerung des durch den Brandanschlag am 29. August 2010 zerstörten Eingangsportals der Begräbnishalle und zur Erhöhung der Sicherheit auf dem Neuen Jüdischen Friedhof (Fiedlerstraße) in Dresden-Johannstadt.

Die Begräbnishalle (ehemalige Synagoge) auf dem Neuen Jüdischen Friedhof in Dresden-Johannstadt wurde am vergangenen Sonntagmorgen Ziel eines Brandanschlags. Dabei wurde das Eingangsportal zerstört. Dass ein noch größerer Schäden abgewendet werden konnte, ist einer 66-jährigen Passantin zu verdanken, die den Schwelbrand bemerkte und die Feuerwehr informierte. Das Feuer konnte rechtzeitig gelöscht werden, um ein Übergreifen der Flammen auf die einstige Synagoge (1950 - 2001) zu verhindern. Dennoch entstand ein Schaden von 5000 Euro.

Donnerstag, 12. August 2010

Ein Buch über Toleranz - schon das Vorwort bedarf stetiger Aktualisierung

Wozu dieses Buch?

An Stelle eines Vorwortes

„Ich bin ein Deutscher aus Dresden in Sachsen.
Mich läßt die Heimat nicht fort.
Ich bin wie ein Baum, der – in Deutschland gewachsen –
wenn’s sein muss, in Deutschland verdorrt.“
Erich Kästner
Liebe Leserin, lieber Leser,
dieses Beinahe-Vorwort kannst Du getrost überblättern, wenn es Dir gleich ist, warum dieses Buch entstand. Spannend wird es - so hoffe ich wenigstens - erst weiter hinten. Diese überflüssige Seite hier vorn ist für neugierige Leute wie Journalisten, Lehrer, Schwiegermütter und dergleichen, die immer alles ganz genau wissen wollen und daher fragen: Was wollte der Dichter uns damit sagen? Man kann ein Werk der Literatur aber auch einfach wirken lassen. Das ist meist viel besser. Gehen wir also lieber zum ersten Kapitel, wo das Buch anfängt.

Du bist noch da? Also neugierig? Sehr gut! Dann sind wir Verwandte im Geist. Dieses Buch entstand so: Als eine Gruppe Schüler aus Mittelasien die schöne Stadt Dresden kennen lernen sollte, bekam der Gästeführer sehr genaue Anweisungen mit auf den Weg.
Es begann damit, daß es ein Mittagessen ohne Schweinefleisch geben sollte. Die Jungen und Mädchen sind Moslems, denen ihr Glaube den Genuß oder die Verwendung einiger Dinge ver- und dafür andere Dinge ge-bietet. Sie sollten in hier Beispiele von Toleranz aus eigener Anschauung kennen lernen, damit sie andere Menschen akzeptieren. Zum Beispiel solche, die Bockwurst essen. Und das anhand touristischer Sehenswürdigkeiten - und nicht etwa Würstchenbuden! Vor allem, so lautete der Auftrag, sollten sie schöne Dinge sehen, von denen sie dann zuhause ein Leben lang voll Begeisterung erzählen könnten.

So eine Stadtführung sollte ich entwerfen. Und beim Planen, Organisieren und Koordinieren der Einzelheiten wurde klar, daß ein Tag in Dresden nicht ausreicht, um das alles unter einen Hut zu bringen, was hierzu gehört. Das ergibt Stoff für ein ganzes Buch.

Dabei ist Toleranz ein Thema, das man nicht etwa zuerst den Moslems erklären muss.

In unserer Stadt wurden nahe am Neumarkt, direkt vor dem heutigen Verkehrsmuseum, Andersdenkende, genauer: Andersgläubige - geköpft, so im Oktober 1601 der Kanzler Nikolaus Krell.

Samstag, 31. Juli 2010

Neue Kita in Löbtau feiert Richtfest

Von Felicitas und Petra Fischer

Am Freitag den 30. Juli 2010 sangen im Stadtteil Löbtau Kinder in einer Einfahrt an der Clara-Zetkin-Straße. In ihren Liedern beschrieben sie den Wunsch nach einem sonnigen, sicheren Platz, wo sie spielen und groß werden können.

Da waren nicht nur die anwesenden Familien und Stadtteilbewohner gerührt, sondern auch der Dresdner Sozialbürgermeister Martin Seidel. Er kam zum Richtfest der neuen Kita am Badweg in Löbtau-Süd. Sie besteht aus einem Neubau und dem denkmalgeschützen Gebäude des ehemaligen Volksbades.







Beide Teile wurden zu einem ganzen zusammengefügt und sollen ab kommendem Jahr Kindergarten- und Krippenkindern viel Platz zum austoben und entdecken bieten. Eine weitere Besonderheit besteht in der gemeinschaftlichen Arbeit mit dem Theater der Jungen Generation. Dadurch sollen die Kinder frühzeitig an das Theater herangeführt werden.




Freitag, 9. Juli 2010

Jubiläum zum Nachdenken

Der Landesvorstand Sachsen der Partei Die Linke, beschloss auf seiner Sitzung am 25. Juni 2010 die Durchführung einer Veranstaltung mit dem Titel:

3 Jahre DIE LINKE, 5 Jahre WASG, 10 Jahre Linksjugend Sachsen, 20 Jahre
PDS – Welche Perspektiven und Möglichkeiten hat linke Politik

Die Veranstaltung, inclusive Hoffest und Grillen, soll im August stattfinden um die Jahrestage würdig zu begehen.

Als ehemaliges Mitglied der WASG stellte sich für mich natürlich sofort die Frage, welche WASGler dazu eingeladen werden. Die Antwort bekam ich recht schnell von Landesvorstandsmitglied Martina Dietze (vormals WASG). Eingeladen werden nur die WASGler, die jetzt noch dabei sind. Also Mitglieder der Partei Die Linke, also ich nicht.

Anlass zu einem kleinen Rückblick in Bildern.

Nach der Gründung des Vereins „Wahlalternative Arbeit & Soziale Gerechtigkeit“ im Juli 2004, in dem sich die „Initiative Arbeit & Soziale Gerechtigkeit“ und die "Wahlalternative 2006“ zusammenschlossen, konstituierte sich im Januar 2005 die Partei WASG.






Der 1. Bundesparteitag fand im Mai 2005 in der Dortmunder Westfalenhalle statt. Ebenfalls in Dortmund tagten im März 2007 parallel die Bundesparteitage der WASG und der Linkspartei.PDS.

Zwischen diesen Parteitagen lag die Bundestagswahl 2005 und ein langer komplizierter Weg, der in Sachsen z.B. so aussah.


Antrag, beschlossen auf dem 1. Landesparteitag der WASG Sachsen am 18. Juni 2005 in Dresden.


Diese Beschlusslage gefiel nicht jedem. Einzelne Mitglieder der WASG Dresden entwarfen deshalb einen Antrag an den Sonderparteitag der WASG am 3. Juli 2005 in Kassel, der ihnen trotz der sächsischen Beschlusslage erlauben sollte, Gespräche mit PDSlern auch bzgl. der bevorstehenden Bundestagswahl zu führen. Das Problem dabei, sie konnten diesen Antrag nicht selbst stellen. Innerhalb von nur 7 Tagen fanden sie Unterstützer außerhalb Sachsens, die den Grundgedanken in einem eigenen Antrag einarbeiteten.






Die PDS wird zur Linkspartei.PDS, auf deren Listen WASGler und Parteilose kandidieren und erreicht 2005 bei der Bundestagswahl 8,7 %.

Nach einer Urabstimmung im Mai 2007...





kommt es zur Verschmelzung und der Gründung der Partei Die Linke am 16. Juni 2007 in Berlin und die sächsische WASG stellt ihren Betrieb ein.


Zündstoff gibt es auch weiterhin reichlich.









Die letzten geretteten Utensilien im WASG-Traditionskabinett und vertrocknete Luftballons, sind hoffentlich nicht alles was bleibt.

Ob man zur Jubiläumsveranstaltung auch darüber nachdenkt warum es so gekommen ist, wie es gekommen ist? Warum so viele WASGler der Linken wieder den Rücken gekehrt haben? Warum man so leicht auf so viele verzichtet hat? Und nicht nur dort?




Top-10-Artikel (nach Beliebtheit) - seit Blogbeginn (mehr im Archiv oder per Suchfunktion)

Vorsicht Werbung:

Irgendwoher muss das Geld ja schließlich kommen ;-)